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Spondylose beim Hund – Degeneration und Verkalkung der Wirbelsäule

Alexas_Fotos / Pixabay

Spondylose ist bei Hunden recht weit verbreitet. Der Fachbegriff dafür lautet Spondylosis deformans. Worin liegen die Ursachen der Erkrankung begründet?

Gemeinsam mit Bandscheiben und Bändern sorgt die Wirbelsäule für die Beweglichkeit des Hundes. An einigen Stellen ist sie dafür extrem elastisch, an anderen wiederum fast starr. Die Übergänge von elastischen und starren Bereichen der Wirbelsäule sind Schwachstellen, die sich in gesundheitlichen Problemen äußern können, zum Beispiel der Spondylose. 

Wie kommt es zur Erkrankung und Bildung einer Spondylose?

Insbesondere mit dem fortschreiten des Alters beim Hund nimmt die Elastizität der Bandscheiben ab. Die Bandscheibenkörper verlieren Wasser und damit auch Volumen. Die Krochen der Wirbelsäule finden keinen richtigen Halt und das tragende Gerüst wird zunehmend instabil. Besonders betroffen sind hierbei Bereiche, in denen ein großer Druck auf die Wirbel und die Bandscheiben vorliegt. Besonders im Brust- und Lendenwirbelbereich ist dies der Fall und genau hier kommt es bevorzugt zur Ausbildung einer Spondylose.

Der Körper versucht dieser Instabilität entgegenzuwirken, indem er neue Knochenmasse bildet. Dabei bilden sich unregelmäßige Verkalkungen in Form von Spitzen und Zacken, die letztlich den Druck von der Bandscheibe nehmen sollen. Diese knöchernen Neubildungen werden auch Spondylophyten genannt. Die Spondylophyten verbinden überlastete Bandscheiben miteinander und der Druck wird somit ausgeglichen. Krankhafte Nebeneffekte dieser Neubildungen und Verknöcherungen sind der Verlust der Beweglichkeit, Fehlhaltungen, Schmerzen und damit verbunden ein Verlust der Agilität des Hundes.

Die Symptome der Spondylose

Im Frühstadium funktioniert die knöcherne Entlastung der Bandscheiben durch die Spondylophyten oftmals sehr gut und der Hund verspürt keine Beschwerden. Kommt es jedoch zu einer Fortsetzung der Krankheit und damit einer massiven Spondylose, kann es zu den genannten heftigen Rückenschmerzen führen – im schlimmsten Fall sogar zu Lähmungen.

Bemerkbar machen sich die Probleme jedoch anfangs vor allem dadurch, dass der Hund bestimmte Bewegungen vermeidet, auf Berührungen teilweise aggressiv reagiert und gegebenenfalls humpelt. Bemerken Sie derartige Symptome, sollte der Hund auf jedem Fall einem Tierarzt vorgestellt werden. Selbst wenn die Spondylosen an sich nicht massiv auftreten, können sie doch Folgeerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle begünstigen.

Die Diagnose der Spondylose beim Hund. Ihr Tierarzt gibt Auskunft

Diagosestellung bei Spondylose durch Betasten und Röntgenaufnahme

Diagosestellung bei Spondylose. tpsdave / Pixabay

Betrachtet man die Symptome so ähneln die Beschwerden der Spondylose durchaus partiell denen eines Bandscheibenvorfalls oder eine Arthrose. Die betroffenen Regionen sind ähnlich oder gar identisch und bei beiden Krankheitsbildern treten teils massive Schmerzen auf. Allerdings nimmt die Spondylose meist keinen derart schnellen und massiven Verlauf wie ein Bandscheibenvorfall sondern tritt in einer zuerst unscheinbaren Entwicklung auf, die später dann in massiven Schüben fortschreiten kann. Die Symptomatik verschlimmert sich dabei mit jedem Schub.

Bei länger andauernden Beschwerden sollte daher ein Tierarzt aufgesucht werden. Anhand von Tastuntersuchungen, Bewegungstests des Hundes und insbesondere eines Röntgenbildes kann die Diagnostik sehr schnell gestellt werden.

Was hilft bei Spondylose beim Hund? Die Therapie und Behandlung.

Spondylosen gehören zu den Gelenkserkrankungen, die nicht geheilt werden können. Aber mit der Diagnosestellung geht die Welt noch nicht unter. Vielmehr ist es so, dass zahlreiche Hunde trotz ihrer Erkrankung sehr lange bei guter Lebensfreue und -qualität leben können. Dies liegt nicht zuletzt an den verfügbaren Unterstützungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Der Hund wird bei akuten Schmerzen mit Medikamenten behandelt und auf lange Sicht erzielt eine Physiotherapie gute Ergebnisse und hilft ebenfalls, die Schmerzen zu lindern.

Man sollte dem Hund so viel Unterstützung gewähren, wie es möglich ist. Dazu gehören recht einfache Maßnahmen, wie die Gewährleistung einer angemessenen Bewegung. Eine Überbeanspruchung des Hundes ist dabei genauso zu vermeiden wie eine Überschonung. Weiterhin bietet ein orthopädisches Hundebett eine hilfreiche Unterstützung während der langen Ruhephasen, die der Spondylose Hund für sich in Anspruch nimmt.

Hier ein Link zu unserer Beratung für orthopädische Hundebetten.

MiraPhoto / Pixabay

Die richtige Wahl des Hundebetts ist dabei sehr wichtig. Hundebetten mit viscoelastischer Matratze und Kunstlederbezug sind empfehlenswert bei einem Spondylose Hund. Kunstleder deshalb, weil von der Spondylose meist ältere Tiere betroffen sind und hier ist der hygienische Aspekt  dieses Bezugsmaterials sehr hilfreich. Ein orthopädisches Hundebett kann eine gute Hilfe bei Spondylose sein. Eine hundgerechte Körperstützende Lagerung wirkt sich in vielen Fällen vorteilhaft auf den Krankheitsverlauf aus. Sie hilft, durch eine anatomisch vorteilhafte Lagerung der Wirbelsäule die Schmerzen zu lindern.

Medikamentöse Behandlung der Spondylose und Schmerzlinderung

Begleitend kann eine medikamentöse Behandlung erfolgen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Das bedeutet, die eigentliche Ursache der Krankheit kann durch die Medikamente nicht therapiert werden. Vielmehr bekämpft man aber die Symptome – also die Schmerzen.